ALIs
kommt nochInternet mit Windows NT 4.0 und ISDN
Inhalt:
- Vorbemerkungen
- Einbau der ISDN-Karte
- Installation der AVM CAPI-Treiber
- Installation des AVM CAPIPORT-Treibers
- Einrichtung des Remote Access Service
- Verbindung zum LRZ konfigurieren
- Benutzung des Internetzugangs
- Tipps bei Problemen
1. Vorbemerkungen
- Der Plug and Play - Mechanismus funktioniert nicht unter Windows NT, sondern nur unter Windows 95/98/ME und 2000/XP (wenn überhaupt). Für den Einsatz unter NT sind ISDN-Karten ohne PnP zu bevorzugen, da sie i.a. bei der Installation weniger Probleme bereiten.
- Sie benötigen einen CAPI-Treiber sowie einen sogenannten CAPIPORT- oder NDISWAN-Treiber. Mitgeliefert werden (bzw. können sie vom FTP-Server des Herstellers geladen werden) passende Treiber z.B. bei der Fritzcard der Firma AVM, für welche Sie unten detaillierte Installationsanleitungen finden. Die von der Telekom angebotene Teledat 150 ist übrigens auch eine originale Fritzcard.
- Bei allen Herstellern sollten die nötigen Schritte in etwa analog wie im unten beschriebenen Fall der AVM Fritzcard ablaufen. Konfigurieren Sie die RAS-Einstellungen gemäß den LRZ-Empfehlungen wie in der vorliegenden Schrift im Abschnitt Einrichtung des Remote Access Service.
- Installiertes Service Pack 6a. Ohne SP kommt es häufig zu gravierenden Störungen, z.B. Verbindungsabbrüchen oder Hängern. Sie finden das Service Pack auf der Windows-Service-CD oder unter ftp://ftp.lrz.de/pub/comp/platforms/pc/winnt/sp6a/ger/sp6i386.exe.
- Wir empfehlen dringend, vor Beginn der Installation sowohl NT-Setupdisketten als auch eine Notfalldiskette anzulegen. Wie Sie die 3 Setupdisketten erstellen können, steht in der Datei setup.txt im Verzeichnis I386 auf der NT-CDROM. Für die Notfalldiskette starten Sie die Online-Hilfe und geben das Stichwort "Notfalldiskette" ein.
2. Einbau der ISDN-Karte
3. Installation der AVM CAPI-Treiber
Da auf den mit den ISDN-Karten mitgelieferten Disketten oder CDs oft nicht die neuesten Treiber-Versionen enthalten sind, empfehlen wir wenn möglich die nötigen Dateien vom FTP-Server der Firma AVM zu holen. Sie können aber auch die Installations-CD verwenden.
Für den LRZ-Zugang mit der Fritz!Card benötigen Sie erstens den
Capitreiber aus dem Verzeichnis ftp://ftp.avm.de/cardware/fritzcrd/windows.nt/deutsch/
und zweitens den sogenannten Capiport-Treiber. ftp://ftp.avm.de/programs/capiport/capiport.nt/deutsch/capiport.exe
. Für die Fritzcard-Varianten PnP, PCI, PCMCIA und USB existieren
jeweils eigene Verzeichnisstrukturen. Merken Sie sich das Verzeichnis,
wo die heruntergeladene exe-Datei abgespeichert wird und führen sie sie
anschließend
aus, etwa durch einen Doppelklick auf den Dateinamen im Explorer.
Klicken Sie in den folgenden Fenstern auf Ja bzw.
Weiter.
Folgen Sie im weiteren den Anweisungen des Installationsprogramms, stellen Sie dabei die zuvor gewählte I/O-Adresse und IRQ ein.
Nach der Beendigung des CAPI-Treiber Setups kann die Installation getestet werden. Starten Sie dazu Start -> Programme -> AVM -> Fritz!Card Test. Es sollte wie im folgenden Bild aussehen:
4. Installation des AVM CAPIPORT-Treibers
Wählen Sie dann MSN, markieren Sie das MSN-Feld und geben Sie eine Ihrer eigenen ISDN-Rufnummern ein. Diese wird dann als Absendernummer verwendet.
Klicken Sie dann auf OK. Der Aufforderung zu einem Neustart sollten Sie Folge leisten.
Öffnen Sie als nächstes Start -> Einstellungen -> Systemsteuerung -> Modems
Klicken Sie nacheinander auf Eigenschaften, Einstellungen und Erweitert. Ändern Sie im folgenden Fenster die Einstellung ATS42 in ATS31 ab. Dies stellt das HDLC-Protokoll ein, welches deutlich bessere Verbindungen liefert als das voreingestellte X.75.
Schließen Sie die offenen Fenster mit OK. Prüfen Sie dann, ob unter Start -> Einstellungen -> Systemsteuerung -> Netzwerk das TCP/IP-Protokoll installiert ist. Falls es nicht vorhanden ist -> Hinzufügen.
Klicken Sie Eigenschaften und dann DNS. Hier sollte man einen Host-Namen vergeben und bei Suchreihenfolfe für Domänensuffix lrz-muenchen.de hinzufügen. Dadurch können Rechner und Dienste in dieser Domäne durch die Kurzform (z.B. www statt www.lrz-muenchen.de) angesprochen werden.
Alle anderen Register dieser Dialogbox können Sie unverändert
lassen.
5. Einrichtung des Remote Access Service
Falls das Netzwerk-Fenster nicht mehr geöffnet sein sollte, starten
Sie es wieder mit
Start -> Einstellungen -> Systemsteuerung ->
Netzwerk
Falls im Register Dienste der RAS-Dienst (Remote Access
Service) fehlt, installieren Sie diesen mit dem Knopf
Hinzufügen.
Bei der Einrichtung wird die NT-Installation-CD benötigt. (außer wenn die Installationsdateien auch auf der Festplatte abgelegt sind)
Im Anschluss erscheint das Fenster
Klicken Sie OK. Wiederholen Sie das Hinzufügen für ISDN2, wenn Sie auch Kanalbündelung verwenden möchten.
- Unter Protokolle müssen Sie, wenn noch nicht installiert, das TCP/IP-Protokoll hinzufügen.
-
Wenn Der RAS-Dienst neu installiert wurde wird nach dem Schließen wieder ein Neustart verlangt.
6. Verbindung zum LRZ konfigurieren
Wenn Sie dieses Programm zum ersten Mal starten, werden Sie aufgefordert, einen neuen Telefonbucheintrag hinzuzufügen. Bestätigen Sie mit OK.
Wurde das Programm schon einmal benutzt, führt ein Klick auf Neu zur selben Dialogbox
Mit Weiter zur nächsten Dialogbox.Dialogbox Server
Hier sind alle 3 Kästchen zu markieren.
Mit Weiter gehts zur nächsten Dialogbox.
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Wenn Sie keine AVM-Karte haben, wird der Eintrag etwas anders lauten. Auf jeden Fall muss eine Zeile für ISDN vorhanden sein. Markieren Sie diese und klicken Sie auf Weiter.
- Dialogbox Rufnummer
Sie können durch klicken auf Andere mehrere Nummern eintragen, die beim Wählen nacheinander versucht werden.Mit Weiter zur nächsten Dialogbox. Quittieren Sie die nächsten Fenster unverändert, also bei PPP, bei Anmeldeskript Kein und bei IP-Adresse und Name-Server jeweils 0.0.0.0.
Klicken Sie als nächstens die Box Weiteres an, bei der erscheinenden Liste wählen Sie dann die erste Zeile Eintrags- und Modemeigenschaften bearbeiten.
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Das Kästchen Anderen Anschluss verwenden sollte aktiviert sein, wenn Sie die Kanalbündelung beider ISDN-Kanäle (128 KBit/s - aber doppelte Verbindungsgebühr) verwenden wollen, ansonsten sollten Sie es deaktivieren. Wählen Sie außerdem den Abschnitt Server und stellen Sie sicher, dass nur das Kästchen TCP/IP aktiviert ist.
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Lassen Sie die Software-Komprimierung deaktiviert, sie führt in einigen Fällen zu Hängern oder Verbindungsabbrüchen. Auch die LCP-Erweiterungen sollten normalerweise ausgeschaltet sein. Allerdings scheint die Einstellung in Windows NT nicht immer korrekt zu funktionieren. Probieren Sie die LCP-Erweiterungen an oder aus, je nachdem wann der Verbindungsaufbau am besten (schnellsten) abläuft.
Klicken Sie dann auf TCP/IP-Einstellungen.
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Kontrollieren Sie, ob die Einstellungen wie oben stehend markiert sind, insbesondere das letzte Kästchen Standard-Gateway ist für das Funktionieren der Kommunikation wichtig. Schließen Sie dann die offenen Fenster mit OK, um die Enstellungen zu speichern.
7. Benutzung des Internetzugangs
- Verbindung zum LRZ herstellen
Starten Sie das DFÜ-Netzwerk (Start -> Programme -> Zubehör -> DFÜ-Netzwerk)
Ein Klick auf OK startet den Wählvorgang. Unter manchen Umständen dauert es bis zu 30 Sekunden, dann sollte die Verbindung aber stehen.
In der Taskleiste finden Sie auf der rechten Seite, links von der
Uhr, ein neues Icon
. Ein Doppelklick zeigt das Fenster
des DFÜ-Monitors. Er zeigt Informationen über die aktuelle
Verbindung. Mit dem Knopf Auflegen wird die Verbindung zum LRZ
beendet.
Das Ausschalten von Klang wiedergeben, wenn eine Verbindung hergestellt ist bringt (unter Umständen) einen schnelleren Verbindungsaufbau.
- Einfachster Test auf Funktionsfähigkeit
-
Starten Sie in einem Eingabeaufforderungs-Fenster den TCP/IP-Client Ping mitping 129.187.10.254Ping testet, ob eine Verbindung zu einem Zielrechner möglich ist. Dazu schickt das Programm Testpakete an den Zielrechner und wartet auf eine Antwort. Die Antwortzeit in Millisekunden (ms) wird ausgegeben. Bei einem erfolgreichen Test sehen Sie eine Ausgabe der folgenden Art:
Ist dieser Test erfolgreich, können Sie nun andere TCP/IP-Clients benutzen, auch mehrere gleichzeitig. An den ausgegebenen Zeiten können Sie den Geschwindigkeitsvorteil von ISDN gegenüber Modemverbindungen (150-200 ms) ablesen. Die Zeiten hängen allerdings auch von der aktuellen Belastung unserer Server ab.
- Die mit Windows NT mitgelieferten TCP/IP-Clients Telnet, FTP und Ping werden zunächst nicht als Icon in einer Programmgruppe angezeigt. Sie können FTP und Ping am einfachsten in einem DOS-Fenster starten und Telnet über
-
Start -> Ausführen
- Für die Analyse von Problemen beim Verbindungsaufbau ist das Anlegen einer PPP-Logdatei oft hilfreich. Dies ist unter Windows NT allerdings nicht ganz einfach, es wird nur für versierte Nutzer empfohlen. Zum Aktivieren der Logdatei muss der Registrierungseditor REGEDT32.EXE gestartet werden. Im Unterbaum HKEY_LOCAL_MACHINE muss man sich auf den Schlüssel SYSTEM\CurrentControlSet\Services\RasMan\PPP durchklicken. Dort ist der Wert Logging auszuwählen. Im Menü Bearbeiten ist DWORD zu selektieren und die Ziffer 1 einzugeben. (Ersetzt die vorher dort stehende 0) Nach dem Schließen des Registrierungseditors muss dann neu gebootet werden. Beim nächsten Verbindungsaufbau wird dann eine Datei PPP.LOG im Verzeichnis \windows\system32\ras\ angelegt. Achtung: In diese Datei wird das eingegeben Passwort im Klartext abgespeichert !
- Bei Bedarf können Sie jetzt auch andere TCP/IP-Clients installieren, z. B. Netscape.
- Beenden der Verbindung
-
Achtung: Vergessen Sie nicht, nach Ihren Internet-Recherchen die Verbindung wieder zu trennen, sonst läuft die Telefonverbindung weiter mit den
entsprechenden zusätzlichen Gebühren. Ein Beenden des WWW-Browsers (Netscape) genügt nicht ! Zum Trennen klicken Sie auf das Symbol des DFÜ-Monitors in der Taskleiste
. Es öffnet sich das Fenster
Ein Klick auf Auflegen beendet die Verbindung.7. Tipps bei Problemen
Finden Sie auf der Seite Tipps bei Modem/ISDN-Problemen unter Windows.