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kommt nochTipps zum Scannen
Diese Schrift erklärt, was beim Scannen zu beachten ist. Es werden Ihnen zahlreiche Tipps gegeben. Sie erfahren auch, wie Sie Ihre Ergebnisse am besten abspeichern.
So viel wie nötig, so wenig wie möglich ...
Auflösung eines Scanners
Die Auflösung eines Scanners wird üblicherweise angegeben in
| Typische Werte: | 1200, 600 dpi (Flachbett), 4000 dpi (Dia) | (1 inch = 1 Zoll = 2,54 cm) |
Korrekterweise spricht man von Pixeln statt von Punkten, weil zu einem Pixel immer ein Grauwert oder drei Grundfarbwerte gehören. Die verwendete Einheit ist dann ppi = pixels per inch.
Das entscheidende Maß für die Leistung des Scanners ist die sog.
optische Auflösung. In Bewegungsrichtung des
Abtastschlittens ist sie meist doppelt so groß wie in der Querrichtung.
Mit einer höheren Auflösung zu Scannen, macht keinen Sinn.
Die sog. interpolierte Auflösung (oft
angegeben: 9600 dpi) ergibt sich durch die
Errechnung zusätzlicher Zwischenwerte (Interpolation). Dadurch ergibt
sich jedoch keine zusätzliche Qualität.
Verschiedene Scan-Arten
Die 3 wichtigsten Scan-Arten sind:
| mögliche Werte | Bit/Bildpunkt | ||||
| Schwarz/Weiß: | 21 = 2 | 1 | |||
| Graustufen (SW-Foto): | 28 = 256 | 8 | |||
| Farbe: | 224 = 16 777 216 |
24
(je 8 für Rot, Grün, "Blau; "True
Color")
|
|||
Schwarzweiß-Fotos sind (trotz ihres Namens) in
Graustufen einzulesen.
Auch Schwarzweiß-Zeichnungen sollten so eingelesen
werden. Das ergibt eine höhere Qualität, allerdings auf Kosten der
Dateigröße.
| Am gilt |
Vorsicht Holzweg! Beim Programm "HP DeskScan II" gibt es für Farb-Fotos zwei Typen:
|
Größe von Scan-Dateien
Scan-Dateien, vor allem in Farbe, werden leicht sehr groß.
| Beispiel: | Bild, 10 cm x 15 cm, Farbe (24 Bit), 300 dpi → 6 MB. |
Sie sollten sich daher im Klaren sein, was Sie mit der Datei machen wollen. Passen Sie die Auflösung beim Scan dem geplanten Ausgabemedium an, um keine unnötig großen Dateien zu erhalten. Dies wäre reine Verschwendung!
| Bedenken Sie: | Eine Verdoppelung der Scan-Auflösung (z. B. von 150 dpi auf 300 dpi) vervierfacht die Dateigröße. |
Bei gerasterten Vorlagen scannt man, sofern nicht der
Treiber Entrasterung unterstützt, grundsätzlich
mit der doppelten Rasterweite und skaliert dann auf die Hälfte.
Alternative: Einlesen mit mindestens 600
ppi und mit einem Grafikprogramm einen Weichzeichner-Filter
anwenden, z. B. in Photoshop den
Gaußschen Weichzeichner.
Tipp:
Da der Schärfebereich nicht direkt über der Glasplatte endet, lassen sich
viele Objekte auch direkt einscannen.
Beachten Sie in den folgenden Kapiteln die Hinweise zum gewünschten Ausgabemedium.
Vergrößern und Verkleinern
Sollen gescannte Bilder vor dem Ausdruck vergrößert oder verkleinert werden, ist bereits beim Scannen die Scanauflösung entsprechend anzupassen.
| Beispiel: | Ausgabe in doppelter Größe -> Scan in doppelter Auflösung, wenn gleiche Schärfe gewünscht. |
Entsprechend kann bei einer Verkleinerung auf die Hälfte der Bildgröße auch die Scanauflösung halbiert werden. Damit wird die Bilddatei um ¾ kleiner.
Bei einer starken Vergrößerung (Poster) kommt man sehr schnell an die Grenzen der Auflösung des Scanners und/oder der Vorlage. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, zuerst vom Original eine Vergrößerung auf photographischem Weg herstellen zu lassen und diese dann zu scannen.
| Bedenken Sie dazu: | Große Bilder, die aus einiger Entfernung angesehen werden, benötigen nicht die theoretische hohe Auflösung. |
Scannen zur Texterkennung (OCR)
Prinzip
Im ersten Schritt erfolgt die Erfassung als
grafische Pixelinformation.
Im zweiten Schritt findet durch Untersuchung
dieser Information die Erkennung der Zeichen statt.
|
→ | "Text" |
Diesen zweiten Schritt bezeichnet man auf englisch als OCR (Optical Character Recognition), zu deutsch optische Zeichenerkennung.
Als Scan-Art nehemen Sie Graustufen oder, wenn notwendig, Farbe. Für normale Schrift genügt eine Auflösung von 300 dpi, bei kleiner Schrift 400 dpi. Testen Sie ruhig, ob mit einer höheren Auflösung weniger Fehler auftreten. Nehmen Sie jedoch keine zu hohe Auflösung; Scannen und Umsetzen dauern dann nur unnötig lange.
Erfassungsprogramme
| Am gilt |
|
Scannen von grafischen Elementen
Hierbei werden beliebige Vorlagen als grafische Pixelinformation erfasst. Im Folgenden wird darauf eingegangen, was bei den einzelnen Ausgabemedien zu beachten ist.
Scannen zur Bildschirmanzeige
Ein Scan-Pixel mit einem bestimmten Farbwert wird einem Bildschirmpixel mit den gleichen Farbwert zugeordnet. Physikalisch handelt es sich hierbei um drei Bildschirmpunkte in den Grundfarben Rot, Grün und Blau.
Für die Abbildung in Originalgröße reicht das Scannen mit 90 dpi (bei einer Bildschirm-Rasterweite von 0,28 mm). Details sind hierbei nicht mehr erkennbar. Für Bilder reicht dies jedoch im Allgemeinen aus.
Hintergrundbild
Die ideale Scan-Auflösung bei gegebener Vorlagengröße
und Bildschirmauflösung für den Fall, dass jedem
Bildschirmpunkt ein Scanpunkt mit 24 Bit
Farbtiefe (16,7 Mio. Farben) zugeordnet werden und das Bild den
gesamten Bildschirm einnehmen soll, ist wie folgt:
| 5 x 3,75 cm | 10 x 7,5 cm | 20 x 15 cm | |
| 1024 x 768 Pixel | 520 dpi | 260 dpi | 130 dpi |
| 1600 x 1200 Pixel | 810 dpi | 405 dpi | 200 dpi |
Beispielrechnung:
10 cm sind ungefähr 4 Zoll. Bei einer Scan-Auflösung von 300 dpi ergibt dies ca. 1200 Pixel.
Bei 20 cm genügen entsprechend 150 dpi, um
dieselbe Anzahl Punkte zu erhalten.
Scannen zur Ausgabe auf Druckern
Sie sollten nur in Farbe Scannen, wenn der Ausdruck auch in Farbe erfolgt. Zumindest unkomprimierte Farbdateien haben die dreifache Größe von entsprechenden S/W-Dateien.
Auflösung eines Druckers
Die Auflösung eines Druckers wird wie beim Scanner angegeben in
| Typische Werte: | 1200, 600 dpi. | (1 inch = 1 Zoll = 2,54 cm) |
Drucken von Graustufen
Ein S/W-Laser- oder -Tintenstrahldrucker kann nur schwarze Punkte
drucken, keine grauen. Abhilfe:
| Dithern | Rastern |
|
Laserdrucker mit fester Punktmatrix benutzen das Dithern. Dabei
werden Graustufen durch eine Anordnung mehrerer Druckpunkte
simuliert. Je mehr Druckpunkte in einem bestimmten Gebiet (z.B.
einer Druckfläche von 10 x 10 Punkten)
schwarz sind, um so dunkler erscheint das Gebiet.
Abbildung 1 zeigt, wie mit einer Matrix aus 4 x 4 Druckpunkten 17 Graustufen (inkl. Weiß und Schwarz) dargestellt werden können |
Beim Offsetdruck (z. B. Abbildungen in
Tageszeitungen) wird das Rastern benutzt.
(Laserdrucker haben eine feste Punktgröße und sind daher
schlecht zum Rastern geeignet.)
Graustufen werden durch unterschiedlich dicke Punkte simuliert. Der Abstand zwischen den Punkten bleibt stets derselbe. Mit zu nehmendem Grauwert können sich die Punkte sogar überlappen |
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Die folgende Abbildung 3 zeigt den Unterschied zwischen Druckpunkt und Rasterpunkt:
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| Abb. 3: Druckpunkte (quadratisch) und Rasterpunkt (rund) |
Moderne Laserdrucker können Punkte überlappend ausdrucken. Damit wird ein ähnlicher Effekt erzielt, wie beim Rastern. Dadurch steigt die Auflösung.
Drucken in Farbe
Farbbilder werden meist auf Tintenstrahl-, Laser- oder
Thermotransferdruckern ausgegeben. Der Druck erfolgt in 3 oder 4
Druckvorgängen mit jeweils einer der Farben Cyan, Magenta, Gelb und ggf.
Schwarz.
Für jeden dieser Vorgänge wird ein Raster- bzw. Dither-Prozess benutzt,
so dass hier dieselben Einschränkungen und Empfehlungen gelten wie beim
Graustufendruck. Beim Farbausdruck sind jedoch eine Vielzahl weiterer
Parameter zu beachten, die nicht mit dem Scannen zusammenhängen
(Stichworte: Rasterwinkel, Moiré-Muster).
Effektive Druckauflösung
Zum Ausgeben eines einzigen grauen Scanpunkts benötigt der Laserdrucker mehrere Druckpunkte (z. B. bei 17 Graustufen eine 4x4-Matrix). Dadurch sinkt die Auflösung des Druckers. Dies wird in
lpi = lines per inch = Linien pro Zoll
angegeben und als Halbtonfrequenz bezeichnet.
Für einen 600-dpi-Drucker sind dies bei 17 Graustufen 150
lpi (wg. 4x4-Matrix -> 600 / 4).
In diesem Fall würde also ein Scan mit 150 dpi
(beim Scanner sind es dpi, nicht lpi!) ausreichen.
Sicherheitshalber scannt man mit etwas höherer Auflösung, um genug
Reserven zu haben. Bewährt hat sich hier das Doppelte der berechneten
Linien pro Zoll (lpi). Im obigen Fall wären das also 300 dpi.
Es gilt:
| Anzahl der Graustufen | = | ( | ___Auflösung / dpi___ Halbtonfrequenz / lpi |
)² | + | 1 |
Beachten Sie:
- Eine Graustufenvorlage, die auf einem 600-dpi-Laserdrucker ausgegeben werden soll, mit 600 dpi zu scannen, ist reine Speicherplatzverschwendung.
- Beim Ausdruck auf einem Laserdrucker ist immer ein Kompromiss zwischen der Anzahl der Graustufen und der effektiven Druckauflösung zu finden.
| Punktauflösung | Graustufen | Halbtonfrequenz | Scannen mit | |||||||||||||||||||||||||
| 600 dpi |
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| 300 dpi |
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Die meisten Drucker verwenden jedoch keine feste Punktmatrix. Daher richte man sich nach den Angaben in der Druckerdokumentation.
Empfehlungen zum Scannen für Drucker
Fü gängige Drucker ist eine Auflösung von 150 dpi ausreichend.
Scannen als Vorlage für die Druckerei
Für einen Satzbelichter einer Druckerei gilt im Prinzip dasselbe, wie oben für Drucker aufgeführt. Lediglich die Druckauflösung liegt mit z. B. 2540 dpi bzw. 3387 dpi deutlich höher. Beim Druck mit 257 Grauwerten pro Farbe (mehr kann das Auge sowieso nicht unterscheiden) bleibt eine effektive Druckauflösung von 150 lpi bzw. 210 lpi. Farbbilder in Zeitschriften werden oft in dieser Auflösung gedruckt. Wird zur Sicherheit mit höherer Auflösung gescannt, sollten 200 - 400 dpi zur Ausgabe auf einem Satzbelichter genügen.
| Empfehlung: | Erkundigen Sie sich vorher bei der Druckerei, in welcher Auflösung und in welchem Dateiformat sie Dateien entgegennimmt. |
Erfassungsprogramme
| Am gilt |
|
Empfehlungen zum Speichern der Bilder
Da eingelesene Bilder meist nicht direkt am Scanner-Arbeitsplatz ausgedruckt, sondern in andere Dokumente (Text, Graphik) eingebunden werden, müssen die Dateien in einem Format gespeichert werden, das die im weiteren benutzte Software verarbeiten kann.
| Empfehlung: | Wenn Sie eine größere Serie von Dateien zum ersten Mal für eine bestimmte Bearbeitung erfassen wollen, testen Sie die Einzelschritte erst einmal mit einer oder wenigen Dateien. |
Universelle Formate
Als universelle Formate für verlustfreie Speicherung haben sich folgende Formate durchgesetzt:
| Portable Network Graphics (PNG) | ("....png") | und | ||
| Tagged Image File Format (TIFF) | ("....tif" oder ."....tiff") | |||
Die Komprimierung gelingt umso besser, je weniger verschiedene Farben
und je mehr gleichfarbige zusammen hängende Bereiche vorhanden sind.
PNG komprimiert generell besser als das ältere TIFF.
| PNG-Varianten: | Nicht verschachtelt (non-interlaced) |
Normal; kleinster Speicherbedarf. |
| Verschachtelt (interlaced) |
Zunächst grobe Darstellung, die immer weiter verfeinert wird. | |
| TIFF-Varianten: | Unkomprimiert (uncompressed) |
- |
| Komprimiert: LZW, Packbits | LZW meist besser; Bei Fotos oft nur geringe Ersparnis. | |
| Komprimiert: "Fax - CCITT 3"/Huffman | Nur schwarz/weiß. |
Speicherplatz sparen
Grafikdateien sind oft sehr groß. Kleinere Dateien erhalten Sie, wenn
Sie den folgenden Empfehlungen folgen. Bedenken Sie auch, dass
WWW-Browser (Mozilla, Netscape Navigator, Internet
Explorer, ...) im Allgemeinen nur PNG,
GIF und JPG (JPEG) unterstützen.
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Grafiken:
(z. B. Programmfenster)
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Ausgabe in
Farbe: Reduktion auf 256 oder 16 Farben (8 bzw. 4 Bit/Pixel). Speichern als PNG oder GIF. |
Diese Formate komprimieren verlustfrei, PNG etwas besser als GIF, GIF etwas besser als TIFF/LZW. GIF unterstützt max. 256 Farben. | |
| Ausgabe in
schwarz/weiß: Reduktion auf 256 oder 16 Graustufen (8 bzw. 4 Bit/Pixel). Speichern als PNG oder GIF. |
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| Fotos: | Ausgabe in
Farbe: Speichern als JPEG (JPG; 24 Bit/Pixel). |
Das Format JPEG ist sehr platzsparend (die Kompressionsstärke ist wählbar), dafür nicht verlustfrei; fällt aber dem menschlichen Auge bei nicht zu starker Kompression kaum auf. Es gibt eine Standard Compression, die sich 2 - 3 mal so schnell auspacken lässt, wie die Progressive Compression; sie benötigt aber etwas mehr Speicher. Die Kompressionsstärke am besten ausprobieren. Leider hat jedes Programm ein anderes Maß dafür. Probieren Sie bei Paint Shop Pro: 15 ... 30, evtl. mehr. | |
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Ausgabe in schwarz/weiß: Speichern ebenfalls als JPEG.
(Durch vorherige Reduktion auf Graustufen
lässt sich hier nur wenig sparen.) |
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Weitere Informationen
Hintergrundinformationen entnehmen Sie bitte unserer Schrift
Anschaulich und besonders zu empfehlen ist: