
Das Wort Pigment
(pigmentum)
stammt aus dem Lateinischen und bezeichnete ursprünglich ein
farbgebendes
Material, später wurde es dann auch auf das Ergebnis des
Farbauftrags (z.B.
Makeup) angewandt. Im Mittelalter wurde das Wort auf alle pflanzlichen
und
tierischen Farbstoffe angewandt.
Heute versteht
man unter
Pigment eine Substanz, die aus kleinen
Partikeln besteht und in dem sie tragenden Medium unlöslich ist.
Pigmente
werden aufgrund ihrer färbenden, schützenden oder
magnetischen Eigenschaften
verwendet.
Farbpigmente in der
Malerei
Die Verwendung von Pigmenten
ist heute weit verbreitet. Eine besondere Vielzahl an Pigmenten wird in
der
Malerei verwendet. Erdpigmente wie
Grünerde, gelber Ocker oder Umbra können aus farbigen
Erden gewonnen werden. Mineralpigmente wie Auripigment,
Azurit, Eisenoxide, Malachit, Lapislazuli oder Zinnober gewinnt man
durch Mahlen von Mineralien. Synthetische
Pigmente wie Chromoxidgrün, Cobaltpigmente, Smalte, Ultramarinblau
oder
Titandioxid sind nur künstlich herstellbar.
Pigmente verleihen
Holzschutzmitteln ein farbliches Aussehen und je nach Konzentration und
Art der
verwendeten Pigmente Transparenz (Lasur), Deckkraft und verbesserte
Beständigkeit gegen Witterungseinflüsse.
In Lasuren für den
Aussenbereich werden hauptsächlich Eisenoxidpigmente verwendet.
Solche
Eisenoxide und -hydroxide werden als Ocker bzw. Farberden abgebaut und
in
großen Mengen z.B. zur Pigmentierung von Keramikfliesen
verwendet. Nebst einem
extrem kleinen Teiledurchmesser weisen diese Pigmente eine
ausgezeichnete
Wasserbeständigkeit und Lichtechtheit auf.
Als besonderes Highlight
wird in der Ausstellung Bayerns einziger
Rötelabbau in Troschenreuth in der
Oberpfalz vorgestellt, der ein weltweit
begehrtes Farbpigment liefer
Das in Decklacken am meisten
verwendete Weißpigment ist das Titandioxid. In
Sonnenschutzmitteln mit hohem Lichtschutzfaktor werden
Zinkoxid und besonders Titandioxid als Pigment zur Reflexion der
Sonnenstrahlen
verwendet, Titandioxid weist gleichzeitig noch eine antibakterielle
Wirkung auf.
Zahlreiche Farberden und
natürliche Pigmente waren seit Jahrtausenden Bestandteil der
Kosmetiktäschchen
schöner Frauen. Sie werden auch heute wieder im Rahmen der immer
weiter auf dem
Vormarsch befindlichen Naturkosmetik verwendet. Deshalb wird in der
Ausstellung
auch gezeigt, was die Natur so alles an mineralischen
Pigmenten für die Schönheit der Frauen bereithält.