Bild 8: Turbulenzmeßsystem ES93 und die Zelte mit Datenerfassung und Steuerelektronik

Die Abbildung zeigt im Vordergrund die 2,6 m hohe Turbulenzmeßeinrichtung ES93, im Mittelgrund die beiden Zelte mit der Datenerfassung und dahinter die Energieversorgung, alles vor der Kulisse der Hochvernagtspitze (3535 m).
Auf diesem Bild ist der Mast und die vollständige die Montagevorrichtung für den Turbulenzmeßkopf zu erkennen. Dieser ist mit Sensoren bestückt, welche eine direkte Messung des sensiblen und latenten Wärmestroms und des Impulsstroms in ca. 2,5 m Höhe über dem Eis ermöglichen. Nährere Informationen zu den Meßgeräten bei Bild 9. Die Turbulenzmessung erfordert theoretisch eine absolut fixe Montierung, die aber praktisch nicht verwirklicht werden kann. Somit können sich die Bewegungen des Turmes und die Windkomponenten überlagern und damit das Meßergebnis beeinflussen. Deshalb werden die Eigenbewegungen der Apparatur im Rahmen der Möglichkeiten mitregistriert. Ein Neigungsmesser (Inklinometer) erlaubt dabei die Erfassung von Schwingungen des Turmes gegenüber der Vertikalen bis zu einem Winkelbereich von +/- 5°. Deshalb kann der Turm auf nur einer Stange im Eis zu gelagert werden, da er mittels der Abspannseile problemlos in dem oben genannten Toleranzbereich fixiert werden kann.
Jedoch kann das Inklinometer keine Torsionsbewegungen bzw. laterale Beschleunigungen erfassen. Deshalb muß der Turm an der Bodenplatte durch eine im Eis verankerte Stange an Drehbewegungen gehindert werden.