Informationen zum WiSe 08/09
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Das Institut für Nordische Philologie der Universität München existiert als unabhängige Einrichtung seit 1952. Zur Zeit sind etwa 280 Studierende für das Fach eingeschrieben. Das wissenschaftliche Personal des Instituts setzt sich aus zwei ProfessorInnen, zwei Assistenten und vier FremdsprachenlektorInnen zusammen. Das fachliche Lehrangebot wird durch Veranstaltungen von Lehrbeauftragten erweitert. Am Institut sind außerdem eine Diplom-Bibliothekarin und eine Verwaltungsangestellte tätig. Im Rahmen der DFG-Projekte "Anfänge der Moderne" (seit April 2006) und "Aphorismen in der skandinavischen Literatur" (seit August 2006) sind weitere Mitarbeiter am Institut beschäftigt (siehe Forschung).

Die Institutsbibliothek gehört mit ihren ca. 65000 Bänden zu den umfassendsten Spezialsammlungen in Deutschland. In einem Zeitungsarchiv sind Rezensionen zu skandinavischen Autoren sowie zu landeskundlichen Themen aus dem Zeitraum von 1983 bis 2002 zugänglich. Eine Video- und DVD-Sammlung hält wichtige Film- und Theaterproduktionen skandinavischer Provenienz bereit. Tipps zur Literaturrecherche finden Sie hier (PDF - 92 kB).

Das Studium der Nordischen Philologie soll fundierte Kenntnisse der Sprachen, Literaturen und Kulturen Skandinaviens (d.h. vor allem: Dänemarks, Islands, Norwegens und Schwedens) vermitteln sowie die Fähigkeit, diese Kenntnisse wissenschaftlich zu reflektieren. In München versteht sich das Fach in erster Linie als Textwissenschaft, entsprechend häufig werden Seminare zu Themen der Literaturgeschichte, Literaturtheorie und Textanalyse angeboten.

Von den Studierenden wird der Erwerb von aktiven Sprachkenntnissen einer skandinavischen Sprache (Hauptsprache) sowie von Lesekenntnissen in den anderen skandinavischen Sprachen und im Altwestnordischen erwartet (siehe aktuelle Sprachkurse).

Nordische Philologie kann in München als Haupt- oder Nebenfach studiert werden. In der Regel wird das Fach mit geistes-, sozial- oder kulturwissenschaftlichen Disziplinen kombiniert. Es gliedert sich in ein Grundstudium (bis etwa zum vierten Semester) und ein Hauptstudium.

Schwerpunkte der Forschung und Lehre am Institut sind derzeit: Religions- geschichte der Wikingerzeit, Christianisierung des Nordens, Edda- und Sagaliteratur, Runologie, Skandinavische Literaturgeschichte des 18. - 20. Jahrhunderts, skandinavische Gegenwartsliteratur, Literaturgeschichtsschreibung und Fachgeschichte, Text-Bild-Bezüge, Literaturtheorie, Übersetzungstheorie, Rezeptionsfragen (für Einzelheiten siehe Mitarbeiter des Instituts).

Bei Fragen stehen Ihnen der Studienberater PD Dr. Joachim Schiedermair und die übrigen Mitarbeiter des Instituts gerne zur Verfügung (s.Studienberatung).